Messung der Fettverteilung (der Taillen/Hüft-Quotient)
Gesundheitliche Komplikationen als Folge von Übergewicht hängen nicht
ausschließlich von dem Ausmaß des Übergewichts ab. So zeigen wissenschaftliche
Untersuchungen, dass eine Gewichtszunahme im Gesäß-und Oberschenkelbereich weitaus
weniger gefährlich ist als eine Fettvermehrung im Bauchraum.
Die beiden Formen der Fettverteilung lassen sich mit einer Birne und einem Apfel
vergleichen. Eine Birne ist im unteren Bereich (hüftbetont) am dicksten, während
sich beim Apfel der größte Umfang in der Mitte (bauchbetont) befindet. Als Faustregel
gilt: Das Gesundheitsrisiko ist beim Apfeltyp höher als beim Birnentyp.
Menschen mit bauchbetonter Fettverteilung (Apfel-Typ) leiden viel häufiger an
Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Arteriosklerose als
Menschen mit hüftbetonter Fettverteilung (Birnen-Typ).
Theoretische Grundlagen
Aus medizinischer Sicht wird diese Tatsache folgendermaßen begründet:
Bauchfettzellen sind viel stärker durchblutet und von Nervenzellen durchzogen als
Fettzellen aus anderen Regionen. Dadurch kann das Fett in den Bauchfettzellen viel
rascher freigesetzt werden, weswegen der Apfel-Typ häufiger an den oben genannten
gesundheitlichen Komplikationen leidet als der Birnen-Typ.
Eine Methode, die Fettverteilung eines Menschen zu bestimmen, wird durch
die Berechnung des sogenannten "Taille-Hüft-Quotienten (T/H Quotient)" gegeben.
Es werden Taillenumfang (zwischen Becken und unterster Rippe) und den breitesten
Hüftumfang in Zentimeter gemessen.
Der Taille-Hüft-Quotient sollte bei Männr kleiner als 1,0 und bei Frauen kleiner als 0,8 sein.
Mit dem Älterwerden nimmt dieser Quotient leicht zu, sollte aber dennoch die genannten
Grenzwerte nicht überschreiten. Weiterhin ist zu beachten, daß ein Taillenumfang von über 100 cm,
unabhängig von dem Hüftumfang, als ungünstig zu betrachten ist.
Ist meine Zahl zu hoch?
Wenn Ihre Zahl zu hoch ist, sollten Sie etwas gegen Ihr Übergewicht unternehmen.
Damit schonen Sie Ihre Organe. Außerdem wird eine Reihe von Krankheiten, die auf
Übergewicht basieren, auf diese Weise vermieden.
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