Fettverbrennung und Fettabbau
Fett ist lebensnotwendig. Es sorgt für elastische Haut und ist ein unverzichtbarer
Baustein von Zellwänden und Nerven. Das Problem der Übergewichtigen lautet
vielmehr: Zuviel vom falschen Fett, in Kombination mit zuviel Zucker.
Man unterscheidet zwischen Fetttstoffwechseltraining ("Fettverbrennung") und
Fettabbau.
- Fettverbrennung ist eine Form der Energiebereitstellung, die vor allem bei gut trainierten Ausdauersportlern gut funktioniert.
- Fettabbau ist hingegen der längerfristige Prozess der Körpergewichtsreduktion durch Verringerung des Körperfettanteils.
Der beste Weg zum dauerhaften Abnehmen ist wie nach bevor die richtige Ernährung
und Spot.
Bewegung ist ein entscheidender Faktor beim Fettabbau. Viel Bewegung regt den Fettstoffwechsel zusätzlich an, Es wird mehr Energie verbraucht.
Am besten eignen sich Ausdauersportarten wie Joggen, Walken und Schwimmen.
Idealerweise sollte man dreimal wöchentlich zwischen 30 und 60 Minuten trainieren,
denn erst nach 30 Minuten schaltet unser Körper von der Kohlenhydrat- auf die Fettverbrennung um.
Außer Sportlichen Aktivitäten und Diäten, gibt es verschiedene Vergehensweise, um Fettanteil im Körper zu reduzieren.
Informationen zur "Fett-weg-Spritze" (Injektionslipolyse)
Es ist keine Methode, um Gewicht zu reduzieren, kann aber ganz gezielt hartnäckige Fettdepots an Bauch, Beinen oder Po beseitigen.
Wirkungssubstanz
Wirksamer Hauptbestandteil der "Fett weg-Spritze" ist Phosphatidylcholin,
kurz PTC, ein Pflanzenextrakt, das aus der Sojabohne gewonnen wird.
Das Mittel ist ein seit 30 Jahren zugelassenes Medikament, das normalerweise nur
zur Senkung erhöhter Blutfettwerte und gegen Fettembolien verabreicht wird. Für die
Fettauflösung im Gewebe ist es nicht zugelassen. Dennoch findet es genau hier mehr
und mehr Anwender.
Lecithin bindet Fettsäuren und transportiert diese in die Leber. Bei Injektion
in das Unterhautgewebe werden die Fettzellen aufgelöst und die Fettsäuren über
das Blut- und Lymphgefäßsystem aus dem Körper ausgeschieden.
Geschichte der "Fett-weg-Spritze"
Seit 1995 wird das Präparat von der brasilianischen Ärztin Dr. Patricia Rittes
benutzt, um begrenzte Fettansammlungen im Unterhautgewebe zu beseitigen. In diesem
Zeitraum sind bei ihren über 8000 Patienten keine Nebenwirkungen bekannt geworden.
Der Erfolg der Injektionen war lang anhaltend und die Patienten zeigten bei
Nachbeobachtungen über mehrere Jahre unverändert eine Verminderung der Fettpolster.
Durch die Fett-weg-Spritze lassen sich zum Teil Umfangsverminderungen von mehreren
Zentimetern erreichen.
Behandlung
Folgende Körperregionen eignen sich für die Behandlung mit der sanften und
unblutigen Methode: Ober- und Unterschenkel, Hüfte, Po, Knie, Oberarme, Bauch
und "Reiterhose".
Bei der Injektionslipolyse wird das Mittel mehrfach, d.h. im Abstand von
ca. 2-4 Wochen, mit feinen Nadeln direkt in das Unterhautfettgewebe gespritzt.
Die Injektion ist in der Regel schmerzfrei; selten entsteht ein leichtes Brennen,
das nach einigen Stunden zurückgeht.
Für kleine und umschriebene Fettpolster bei normalgewichtigen Personen ist die
"Fett-weg-Spritze" eine einfache Behandlungsmöglichkeit, mit der in vielen
Fällen ohne eine Operation eine Verbesserung des Äußeren erreicht werden kann
Informationen zur Fettabsaugung (Liposuktion)
Die Fettabsaugung ist der häufigste Eingriff in der Schönheitschirurgie.
Sie ist keine Methode, um Gewicht zu reduzieren, kann aber ganz gezielt
hartnäckige Fettdepots an Bauch, Beinen oder Po beseitigen.
Behandlung
Bei einer Fettabsaugung (Liposuktion) wird zunächst das Fettgewebe mit einer
eingespritzten Flüssigkeit aufgelöst (Tumeszenz-Technik). Dabei wird eine
Kochsalzlösung verwendet, die mit Adrenalin angereichert ist. Das Adrenalin
dient dazu, die Blutgefäße zu verengen und damit starke Blutungen während der
Operation zu verhindern.
Als örtliches Betäubungsmittel wird der Lösung außerdem
Lidocain zugesetzt. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird das gelöste Fett mit sehr
feinen Kanülen aus dem Körper herausgezogen. Experten empfehlen bei einer
Vollnarkose maximal sechs Liter pro Sitzung abzusaugen. Bei einer örtlichen
Betäubung sollten es höchstens vier Liter sein. Je mehr Fett entfernt wird,
desto belastender und riskanter ist der Eingriff.
Risiken
Bei einer Fettabsaugung kann es jedoch auch zu gefährlichen Komplikationen
kommen wie zum Beispiel Fettembolie, Thrombose, Lungenödem, Kreislaufzusammenbruch,
Schockreaktion, Entzündungen und Beschädigungen von Nerven, Gefäßen oder gar
ganzen Organen.
Auch das Narkoseverfahren, die Tumeszenz-Lokalanästhesie,
birgt Risiken: Das Betäubungsmittel, Lidocain, wird dem Patienten dabei in
sehr großen Mengen verabreicht.
Bei einem Eingriff können bis zu sechs Liter
der Kochsalz-Flüssigkeit verabreicht werden. Die Menge an örtlichem
Betäubungsmittel kann zu regelrechten Vergiftungserscheinungen führen.
Herzprobleme oder Störungen im Gehirn, können die möglichen Folgen sein.
In extrem seltenen Fällen kann eine Fettabsaugung sogar tödlich enden.
Der richtige Chirurg
Auf jeden Fall einen Spezialisten aufsuchen. Adressen finden Sie im
Internet oder über die Fachgesellschaften.
- Darauf achten, dass alle Fragen vollständig beantwortet werden.
- Ein seriöser Arzt sollte nach der Krankheitsgeschichte und Motivation des Patienten fragen.
- Auch eine ausführliche körperliche Untersuchung gehört zum Beratungsgespräch.
- Man sollte sich auch erkundigen, wie oft der Operateur den Eingriff schon durchgeführt hat.
- Es ist wichtig den Ablauf der Operation genau zu klären, welche Narkose der Arzt vorschlägt
und wie viel Liter abgesaugt werden sollen.
- Eine Bedenkzeit, während der man noch einmal Nutzen und Risiken einer Fettabsaugung
abwägen kann, ist ebenfalls wichtig.
|